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Richtig heizen:
Mit 12 Tipps Energie und Geld sparen

Rund zwei Drittel des Energieverbrauchs im Haushalt entfallen in der Schweiz auf das Heizen. Dabei können wir durch richtiges Heizen nicht nur der Umwelt helfen, sondern auch Heizkosten sparen! Diese 12 einfachen Tipps helfen beim effizienten Heizen.
Zwei paar Füsse wärmen sich am Heizkörper auf
Geschrieben von: Team ewz  |  Tipps  |  04.09.2025

Ab wann sollte man heizen?

Fast 6 Monate im Jahr heizen wir unsere Häuser und Wohnungen – dies benötigt zeitweise mehr, mal weniger Energie. Aber ab wann genau sollte ich die Heizung einschalten in der Mietwohnung oder im Einfamilienhaus? Ab wie viel Grad Aussentemperatur sollte man heizen? Eine Faustregel besagt: Heizen muss man in der Schweiz durchschnittlich etwa von Mitte Oktober bis Mitte April. Allerdings ist die Aussentemperatur als Richtwert meist aussagekräftiger. Wohnen Sie in einem Altbau, dann macht es Sinn, ab einer Aussentemperatur von rund 13 Grad mit dem Heizen zu beginnen, in einem modernen Gebäude mit guter Dämmung reicht es ab etwa 10 Grad.

Wichtig ist aber vor allem, dass Sie Ihre Wohnung richtig heizen. Nur so lassen sich CO2-Emissionen wirklich effektiv reduzieren und vor allem auch günstig heizen, indem Sie jede Menge Heizkosten sparen. Und schliesslich rücken wir damit im Bereich des Wohnens ein Stück näher an das Ziel von Netto-Null-Treibhausgasemissionen.

Keine Sorge: Effizientes Heizen ist ganz einfach! Mit den wichtigsten Tipps heizen Sie sparsamer. Wichtig, wenn Sie ihre Wohnung effizient heizen wollen, sind eine optimale Temperatur, die passende Wärmedämmung und richtig zu lüften.

Konkret angehen: Tipps und Lösungen von ewz für Gebäudebesitzer*innen: Wärmeverbunde, Solarlösungen, energetische Sanierung. Für Privatpersonen gibt’s hier noch mehr Energiespartipps und (virtuelle) Energieberatungen.

Mit unseren 12 Tricks heizen Sie optimal und sparsam – auch als PDF zum Herunterladen:

Heizperiode in der Schweiz: Ab wann muss der Vermieter die Heizung einschalten?

Ein gesetzliches Datum für den Heizbeginn gibt es nicht. Die Faustregel besagt jedoch, dass die Heizperiode von grob Mitte September bis Mitte Mai dauert. Massgebend ist, wie warm es in der Wohnung ist, nicht, welches Datum der Kalender zeigt.

Wie warm muss es in der Mietwohnung sein?

Es gibt keine gesetzliche Mindesttemperatur für Wohnungen, sondern lediglich Empfehlungen und Praxiswerte, wobei die Quellen bei der sogenannten Mangelgrenze voneinander abweichen. Als Richtwert gilt: In Wohnräumen sollte die Temperatur tagsüber mindestens 20 Grad betragen. Nachts, zwischen 23 und 7 Uhr, darf die Temperatur abgesenkt werden. Der Mieterinnen- und Mieterverband spricht von einem Mangel, sobald es in Wohnräumen kälter als 19 Grad oder in Gängen und Nebenräumen kälter als 17 Grad ist. Verbindlich festgelegt ist das im Gesetz nicht. Im Streitfall entscheidet die Schlichtungsbehörde.

Was Sie bei einer kalten Wohnung tun können

  1. Messen und festhalten: Notieren Sie Temperatur, Datum und Uhrzeit und fotografieren Sie das Thermometer. Der Mieterinnen- und Mieterverband rät, auf diese Weise zu belegen, dass die Vermieterschaft vom Problem wusste.
  2. Mangel melden: Setzen Sie der Verwaltung eine kurze Frist von zwei bis drei Tagen.
  3. Weniger Miete verlangen: Solange der Mangel besteht, können Sie eine Reduktion beantragen. Bei 16 bis 18 Grad kann nach Angaben des Mieterverbands eine Kürzung des Nettomietzinses angemessen sein. Kürzen Sie die Miete jedoch nie auf eigene Faust.
  4. Selbstbehebung nur im Ausnahmefall. Mieterinnen und Mieter dürfen einen Mangel auf Kosten der Vermieterschaft selber beheben lassen, aber nur, wenn die Vermieterschaft ihn kennt und nicht innert nützlicher Frist handelt. Teure Reparaturen oder einen kompletten Heizungsersatz dürfen Sie nie in Eigenregie beauftragen. Weitere Tipps, was Sie bei einer kaputten Heizung tun können, liefert der Mieterinnen- und Mieterverband.

Diese Informationen ersetzt keine Rechtsberatung. Hilfe bieten der Mieterinnen- und Mieterverband und die Schlichtungsbehörde Ihres Kantons.

1. Einer der wichtigsten Tipps zum Heizen: Warm anziehen und sparsam heizen

Eine junge, braunhaarige Frau trägt einen kuscheligen Pullover

Oft machen wir den Fehler, die Heizung auch im Winter auf sommerliche 25 Grad einzustellen. Doch was angenehm sein mag, geht auf Kosten der Umwelt – und des Geldbeutels. Denn: Mit jedem zusätzlichen Grad Raumtemperatur erhöhen sich die Heizkosten um etwa 6 Prozent! Wer die richtigen Kleider trägt, kann auch effizient heizen.

Und eigentlich sollte es doch ganz normal sein, im Winter auch in der Wohnung einen Pulli und warme Socken zu tragen.

2. Richtige Temperatur wählen

Nicht in jedem beheizten Raum macht die gleiche Temperatur Sinn. Ideal für Wohnzimmer oder auch das Bad sind Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad.

In der Küche reichen etwa 19 Grad und im Schlafzimmer sind 17 bis 18 Grad optimal.

Tipp: Schliessen Sie tagsüber die Tür zum kühleren Schlafzimmer, damit die anderen Zimmer wärmer bleiben.

3. Effizient Heizen: Wie Sie die Heizung einstellen müssen für die richtige Temperatur

Der Regler an einem Radiator ist auf Stufe drei eingestellt.

Um sparsam zu heizen, müssen sie die Zahlen auf dem Thermostat interpretieren können, damit Sie die Heiztemperatur einstellen können. Eine Raumtemperatur von 25 Grad im Winter ist schlicht unnötig. Wenn Sie mithilfe tieferer Temperaturen sparsam heizen, können Sie Ihre Heizkosten senken, und zwar deutlich.

Die optimale Thermostateinstellung für Tag und Nacht

  • Stufe 1: ca. 12 °C (Frostschutz / Keller)
  • Stufe 2: ca. 16 °C (Schlafzimmer / Nachteinstellung)
  • Stufe 3: ca. 20 °C (Wohnzimmer / Standard)
  • Stufe 4: ca. 24 °C (Badezimmer)
  • Sternchen: ca. 5 °C (Frostschutz). Diese Einstellung sollten Sie nur vornehmen, wenn Sie lange verreisen und in einem Haus ohne direkt angrenzende Nachbarn wohnen.

Warum 25 °C im Winter eine Kostenfalle sind

Eine richtig eingestellte Heizung kann sehr viel Heizkosten sparen, denn 1 °C weniger Raumtemperatur spart ca. 6 % Heizenergie und Kosten. Natürlich können die Temperaturen je nach Gebäude leicht abweichen. Messen Sie am besten mit einem Thermometer, wie gross die Differenzen sind. Im Wohnzimmer sollte im Normalfall die Stufe 3 genügen.

4. Heizung nachts: Auf welcher Stufe soll der Thermostat stehen?

Nachts – und wenn Sie nicht daheim sind, auch tagsüber – können Sie die Temperatur ruhig um zwei bis maximal vier Grad reduzieren.  Den Thermostat stellen Sie also einfach eine Stufe tiefer ein. Das lohnt sich insbesondere im Wohnbereich und im Badezimmer, die nachts nicht gebraucht werden.

Auch wenn Sie verreisen, machen niedrigere Temperaturen Sinn. Stellen Sie die Heizung in diesem Fall auf Stufe 2 oder bei längerer Abwesenheit sogar auf Stufe 1.

Kälter sollten Sie die Wohnung nicht werden lassen, denn: Erstens braucht es anschliessend wieder viel Energie, um sie aufzuheizen. Zweitens haben bei einer kalten Wohnung Ihre Nachbarn mehr Aufwand, um die angrenzende Wohnung warm zu halten. Drittens droht in zu kalten Räumen Schimmelgefahr.

Tipp: Mit einem programmierbaren Thermostat können Sie für jeden Raum und jede Tageszeit die individuelle Temperatur einstellen. Dafür braucht es nur einen entsprechenden Thermostatkopf, der den vorhandenen ersetzt.

5. Wärme 30 Minuten vor dem Zubettgehen reduzieren

Bis der Heizkörper die gewünschte Temperatur erreicht hat, dauert es eine gewisse Zeit. Um Heizkosten zu sparen, lohnt es sich also, die Heizung eine halbe Stunde vor dem Weggehen oder Zubettgehen runterzudrehen.

Auf diese Weise sparen Sie auf Dauer sehr viel Energie. Hier finden Sie weitere Tipps zum Energiesparen im Haushalt fürs ganze Jahr.

6. In der Nacht Wärme speichern

Ein Wohnblock bei Nacht mit sechs erhellten Fenstern.

Vor allem ältere Gebäude verlieren viel Wärme über die Fenster. In der Nacht können Sie dieser Schwachstelle entgegenwirken, indem Sie Fensterläden und Rollläden zumachen. So bleibt möglichst viel von der Heizwärme in den Räumen gespeichert. Geschlossene Rollläden und Vorhänge machen auch tagsüber Sinn, sofern der Raum nicht genutzt wird und keine Pflanzen darin stehen. 

Tipp: Sollten Sie nur bei offenem Fenster schlafen können, drehen Sie den Thermostat auf das Sternchen * und schliessen Sie die Zimmertür. 

7. Richtig lüften nützt dem richtigen Heizen

Ein weisser, transparenter Vorhang deckt ein geöffnetes Fenster halb ab und bewegt sich in der Zugluft.

Wer Energie und Heizkosten sparen will, sollte auf richtiges Lüften setzen. Für ein gutes Raumklima ist Stosslüften optimal – hier haben wir weitere Tipps zum Thema richtig Lüften zusammengefasst.

Gekippte Fenster hingegen tragen nichts zum Luftaustausch bei. Sie sorgen nur für kalte Wände und bewirken, dass der Heizkörper zwar auf Hochtouren läuft, aber nicht effizient heizen kann.

Einfach drei- bis viermal pro Tag für fünf bis zehn Minuten die Fenster öffnen. Möglichst viel frische Luft in kürzester Zeit erreichen Sie durch das Querlüften, bei dem die gegenüberliegenden Fenster geöffnet werden und die Zimmertüren offenstehen. 

Übrigens: Auch gegen Feuchtigkeit und Schimmel hilft Stosslüften.

8. Heizung nicht verdecken

Ein Heizkörper unter einem grossen Fenster. Auf beiden Seiten davon sind Vorhänge und davor steht eine Pflanze

Damit die einzelnen Räume schön warm werden, ist es wichtig, dass der Heizkörper nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt wird. Nur so kann sich die Wärme optimal verteilen.

9. Heizkosten senken, indem Sie Fenster und Türen abdichten

Gerade Altbauten weisen bei Türen und Fenstern oft poröse Dichtungen auf, über die viel Wärme entweichen kann.

Mit Schaumstoff- oder Gummidichtungsband können Sie die undichten Fenster- und Türrahmen relativ günstig wieder auf Vordermann bringen und so ganz schnell Heizkosten sparen.

Heizkosten sparen mit Fensterrenovation

Tipp: Wer in einem eigenen Haus wohnt, kann sehr viel Heizkosten sparen mithilfe einer Fensterrenovation. Wer seine alten ein- oder zweifach verglasten Fenster durch moderne dreifachverglaste Fenster ersetzt, kann den Wärmeverlust der Fenster um 60 bis 80 Prozent senken. Bezogen auf den gesamten Heizenergiebedarf des Hauses entspricht dies einer Ersparnis von ca. 15 % (bei alten Einfachverglasungen sogar bis zu 30 Prozent). Abgesehen davon dringt auch deutlich weniger Lärm von aussen ein.

10. Heizperiode möglichst kurz halten

Hand dreht Heizung auf

Vielleicht können Sie Ihre Heizung selbst einschalten, wenn es tatsächlich kalt wird, und nicht bereits bei ersten kühlen Nächten im Herbst (für Interessierte: Statistik zum Heizen in der Stadt Zürich). Dasselbe kann helfen, wenn man im Frühling darauf achtet, die Heizung wieder abzuschalten.

Hauseigentümer/-innen können zudem die Heizkurve optimieren (Kontakt zur ewz-Beratung).

11. Heizung regelmässig entlüften

Indem Sie ein- bis zweimal pro Jahr Ihre Heizkörper entlüften, können Sie ebenfalls den Energieverbrauch senken und Heizkosten sparen. Sobald Sie merken, dass Ihre Heizung nicht oder nur teilweise warm wird, sollten Sie die Luft, die sich im Heizkörper angesammelt hat, entweichen lassen.

Wie man eine Heizung richtig entlüften kann, erfahren Sie z.B. hier mit anschaulichen Bildern. Wenn entlüftet wird, muss unter Umständen Wasser in die Heizung nachgefüllt werden. Wer nicht versiert ist, fragt am besten vorher z.B. beim Hauswart oder Heizungsprofi nach.

Übrigens: Ein gut wahrnehmbares Gluckern kann ein Zeichen für Luft in der Heizung sein, dann sollten Sie den Radiator entlüften.

12. Richtiges Heizsystem wählen

Eine Wärmepumpe steht vor einer Hauswand und wird halb von Pflanzen verdeckt.

Wenn Sie in einem Haus mit einer alten Heizung wohnen, ist es ratsam, zeitnah von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien umzusteigen, beispielsweise auf eine Wärmepumpe. So lassen sich nicht nur Ihre CO2-Emissionen senken, sondern langfristig auch Kosten sparen, und Sie tun gleichzeitig etwas für die Umwelt.

Durch eine neue Heizung, moderne Fenster oder eine gute Wärmedämmung lassen sich Ihre Heizkosten natürlich am effektivsten reduzieren.

TIPP zum Heizungsersatz: siehe neues Stadtzürcher Förderprogramm «Heizungsersatz und Heizungsoptimierung».

Machen Sie den Heizkosten-Test von Energie Schweiz und erfahren Sie, ob in Ihrem Haushalt der Energieverbrauch beim Heizen zu hoch ist und wo Sie sparen können.

Neben der Sammlung von Tipps auf powernewz finden Sie auch auf unserer ewz-Webseite Ideen zum Energie- und Geldsparen. Auch individuelle Energieberatungen sind möglich – auch virtuell via Smartphone.

Sie haben eigene Vorschläge? Das Kommentarfeld am Ende dieser Seite bietet dafür genügend Platz. 

Häufige Fragen zum richtigen Heizen

Welche Heizsysteme sind am effizientesten für Schweizer Haushalte?

Für Schweizer Haushalte sind Wärmepumpen (Luft, Erdwärme oder Grundwasser) und Fernwärme in der Regel die effizientesten Systeme in Bezug auf Energie. Wärmepumpen nutzen rund 75% kostenlose Umweltwärme und 25% Strom – sie sind drei- bis fünfmal effizienter als alte Elektro- oder Ölheizungen. Zwar sind Wärmepumpen in der Anschaffung teurer als andere Heizsysteme, aber dafür sind die Energie- und Wartungskosten so tief, dass Wärmepumpen über den gesamten Lebenszyklus betrachtet in vielen Fällen am günstigsten sind.

Welches Heizsystem in einem konkreten Fall am effizientesten ist, hängt wesentlich vom Ausbaustandard, der Grösse des Gebäudes und dem Standort ab. In dichtbebauten Städten wie Zürich kann es beispielsweise sinnvoll sein, das Haus ans Fernwärmenetz anschliessen zu lassen. Bei einem Neubau in einer ländlichen Region, wird eine Wärmepumpe die effizienteste Lösung sein. In jedem Fall sollten Sie sich von einer Fachperson beraten lassen und keine überstürzte Entscheidung treffen. Energieschweiz bietet einen Heizkostenrechner, mit dem Sie eine erste Einschätzung für Ihre Liegenschaft erhalten.  

Sollte man die Heizung immer anlassen?

Die Heizung sollte im Winter immer laufen. Denn auch wenn Sie verreisen oder in nicht genutzten Räumen beugen Sie so der Schimmelbildung vor. Zudem sorgen Sie so dafür, dass angrenzende Räume und Wohnungen nicht zusätzlich geheizt werden müssen, etwa weil die Wände zu den ungenutzten Räumen auskühlen.

Wie viele Stunden am Tag sollte man heizen?

Im Winter sollten Sie durchgehend heizen. Denn, wenn die Räume zu sehr auskühlen, braucht es danach viel mehr Energie, um sie wieder aufzuwärmen. Sie können aber bei längerer Abwesenheit oder auch in nicht genutzten Räumen das Thermostat auf Stufe 1 oder 2 stellen und so sparsam Heizen. Auch nachts können Sie die Heizung um eine Stufe herunterregeln.

Sollte man nicht genutzte Räume heizen?

Auch Räume, die Sie nicht nutzen, sollten im Winter minim geheizt werden. So vermeiden Sie Schimmel und benachbarte Räume müssen nicht stärker beheizt werden. Je nach Ausbaustandard des Hauses können Sie den Thermostat auf Stufe 1 oder 2 stellen.

Ist es sinnvoll die Heizung nachts auszuschalten?

Nachts die Heizung ganz auszuschalten, ist kontraproduktiv für sparsames Heizen. Denn dadurch kühlt die Wohnung unnötig aus und Sie müssen am nächsten Tag umso mehr heizen.

Welche Raumtemperatur verlangt das Schweizer Mietrecht?

Das Schweizer Mietrecht schreibt keine genaue Gradzahl vor, auf die eine Wohnung zu heizen ist. Gemäss Artikel 256 des Obligationenrechts (OR) ist die Vermieterschaft jedoch verpflichtet, die Wohnung in einem «zum vertragsgemässen Gebrauch tauglichen Zustand» zu übergeben und zu erhalten. Mieterinnen und Mieter dürfen in den Hauptwohnräumen eine Temperatur von 20 Grad erwarten. Beim Minergie-Standard gelten 19 Grad als zulässig. Nachts ist eine Senkung zulässig jedoch nicht eine Abschaltung. Die Temperaturen müssen in der Nacht mindestens 15 bis 16 Grad betragen.

Auf welche Stufe sollte man die Heizung nachts stellen?

In Räumen, welche nachts nicht genutzt werden – hauptsächlich Badezimmer und Wohnbereich, können Sie den Thermostat auf Stufe 2 Stellen und am Morgen wieder auf Stufe 3 respektive im Badezimmer auf Stufe 4 hochdrehen.

Wie viel Geld spart 1 Grad weniger Heizen?

Jedes Grad weniger heizen spart rund 6 Prozent Heizkosten. Wieviel das im Konkreten Fall ist, lässt sich aus der Heizkostenabrechnung erschliessen. Zahlen Sie 1000 Franken fürs Heizen, spart ein Grad weniger 60 Franken. Bei zwei Grad weniger, wären es bereits 160 Franken.

Ab wann muss in der Schweiz geheizt werden?

In der Schweiz muss ab ca. Mitte Oktober geheizt werden. So lautet eine Faustregel. Wann man in der Wohnung die Heizung einschalten muss, hängt allerdings von den Aussentemperaturen ab und vom Ausbaustandard. Wohnen Sie in einem Altbau, dann macht es Sinn, ab einer Aussentemperatur von rund 13 Grad mit dem Heizen zu beginnen, in einem modernen Gebäude mit guter Dämmung reicht es ab etwa 10 Grad.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Ende 2021

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Kommentare

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Bisherige Kommentare (26)
Heinz Peloli sagt:

Gibt es diese Ratschläge auch für eine Elektrospeicherheizung mit 8 Speicheröfen ?
Zudem habe ich eine neue PV Anlage mit Speicher.

powernewz-Team sagt:

Besten Dank für Ihre Anfrage, Herr Peloli. Wir haben Ihnen eine E-Mail zukommen lassen. Beste Grüsse aus der Redaktion

F. Kaufmann sagt:

Bitte nicht der Mieter soll entlüften. Denn wenn entlüftet wird, muss unter Umständen Wasser in die Heizung nachgefüllt Wasser werden und deshalb soll der Heizungsbetreuer, z. B. der Hauswart diese Arbeit durchführen. Ansonsten haben dann vielleicht die anderen Mieter ein Problem.

powernewz-Team sagt:

Guten Tag Herr Kaufmann. Besten Dank für diesen wertvollen Hinweis, wir haben diesen gerne im Artikel ergänzt. Freundliche Grüsse, Esther Peter

Herr Reto Camenisch sagt:

Hallo, ich wohne im StWe (4 1/2-Zimmer). Wir haben eine Erdsonden-Wärmepumpe-Anlage. Zudem habe ich ein Cheminée, dass ich tagtäglich brauche um so alle Räume auf über 20 Grad aufzuheizen. Die Wohnungsheizung habe ich dem zu folge abgestellt. Darf ich die Heizung überhaupt abstellen in meiner Wohnung. Was empfehlen Sie mir? Kürzlich hatten wir eine Diskussion bei unserer StWe-Sitzung, wenn ich die Wohnungs-Heizung ausschalte, müsse der Nachbar ob mir und unter mir mehr heizen. Ist das wirklich so, obschon ich über 20 Grad in der Wohnung habe durch das heizen mit Holz? Bin gespannt auf Ihr Feedback.
Mit freundlichen Grüssen

powernewz-Team sagt:

Grüezi Herr Camenisch, das sind zwei Fragen, die wir gerne bestmöglich beantworten. Einerseits: Was nachbarschaftlich gewünscht und toleriert wird, muss mit den Nachbarn diskutiert werden. Und andererseits: Liegt die Wohnung in der Mitte eines Mehrfamilienhauses, sozusagen im ‚Sandwich‘, profitiert diese Wohnung von der Lage bezüglich des Wärmehaushalts. Wird die Fussbodenheizung abgeschaltet und stattdessen mit einem Cheminée geheizt, findet jedoch wiederum ein Wärmeausgleich statt. Ob dieser Ausgleich gleichwertig ist, müsste genauer eruiert werden. Wenn die Fussbodenheizung komplett abgestellt wird (Ventile ganz zu), kann es evtl. zu blockierten Ventilen kommen, die sich nicht mehr öffnen lassen. Bei Cheminéefeuerung ist Feinstaub zudem ein mögliches weiteres Thema, das zu bedenken ist.
Beste Grüsse aus der ewz-Energieberatung

Lehmann sagt:

Guten Tag

Ich habe bemetkt wenn ich Heizungsregler Billige Einfache und Dampfosventile ganz ausgeschaltet habe sie trotzdem Strom zählen. Regler an der Heizung. Der Block ist alt und ich bin Mieterin.

Vielleicht können sie mir antworten?

Mit freundlichen Grüßen

powernewz-Team sagt:

Grüezi Frau Lehmann. Die Danfoss-Ventile beim Heizungsradiator regulieren das Heizungswasser, welches in den Radiator fliesst. Dies hat nichts mit dem Strom zu tun resp. hat keinen Einfluss auf die Stromrechnung sondern auf die Heizungsabrechnung in der Nebenkostenabrechnung. Beste Grüsse, ewz-Energieberatung

Viktor Bordas sagt:

Hallo, da ist wohl nicht was ganz richtig. Frau Schnider z.B schreibt lediglich das Sie täglich Stosslüften tut.Das Sie das 3x pro Tag tut,steht in Ihrem Text nirgendwo. Vielleicht sollte Sie aber das genau tun,denn 68 % Luftfeuchtigkeit, sind enorm.

Ich habe 45-55 % bei ca.22 Grad und ständig eine Tropfsteinhöhle.Trotz 2-3 maligen Stosslüften durch Querlüften mit Kamineffekt für 5-10 min je nach Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit. Ich verliere bei jedem Lüftungsvorgang 0,5 Grad also rund 1,5 Grad pro Tag nur durch das Lüften aber feuchte Fenster habe ich immer noch. Und der Verlust von den 1,5 Grad finde ich auch nicht toll. Für 0,2 Grad muss das Niedrigtemperatursystem mit Fußbodenheizung keine Einzelraumsteuerung rund 1 h heizen und verbraucht 3-5 kwh. Was kann der Grund sein für ständig nasse Fenster trotz normaler bzw niedriger Luftfeuchtigkeit und regelmäßigen Lüften?

powernewz-Team sagt:

Grüezi Herr Bordas. Nasse Wände und Fenster kommen davon, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte Luft. Wenn Sie zum Beispiel bei 22°C eine relative Luftfeuchtigkeit von 55°C haben, dann kondensiert die Feuchtigkeit, wenn es an der Wand/Fenster unter 13°C kühl ist. Das Problem sind also Fenster/Wände, welche zu schlecht isolieren.

Am besten versuchen Sie, die Luftfeuchtigkeit auf gegen 30% runterzubringen (keine Wäsche aufhängen, wenig Pflanzen, Küche und Bad schliessen resp. wenig Dampf erzeugen etc.). Beste Grüsse, ewz-Energieberatung

Martin sagt:

Wir haben eine Bodenheizung und überhaupt keine Thermostaten, nur Ventile im Boden eines Wandschrankes, wo man die verschiedenen Heizschlaufen auf und zudrehen kann. Im Untergeschoss, das mehr oder weniger unbenutzt ist, heizt es überhaupt nicht. Wir haben die Heizschlaufen für unseren Wohnbereich ganz offen. Sobald wir aufstehen, drehen wir das Hauptventil zu. Die gespeicherte Wärme im Boden genügt meistens für den Tag. Gegen Abend öffnen wir dann das Hauptventil wieder. Ziemlich primitiv.

Hans R. Bärtschi sagt:

Die Sache mit dem ‚Stosslüften‘ hat einen alles entscheiden Haken: D u r c h z u g ist für viele wie Gift – unerträglich und geradezu gefährlich!
Ich meine: wenn schon ‚Stosslüften‘ (was die Luftzirkulation und den Luftaustausch bestimmt in Gang setzt), dann aber wirklich nur kurz, d.h. höchstens 3 – 5 Minuten! Und für empfindliche Leute: in Deckung gehen!
Mit diesem Prozedere sollte eine für alle erträgliche Atmosphäre geschaffen werden können…

Marliese Grünig sagt:

Guten Abend,

Wir haben alle Thermostate auf 1 gestellt und trotzdem haben wir zwischen 23 und 25 Grad, stimmen die Ventile nicht und soll ich diese überprüfen lassen. Oder soll ich alle 4 auf das Sternchen drehen.
Es macht ja kein Sinn dass ich immer wieder lüften muss da es zu warm ist!
Danke für Ihre Beratung

powernewz-Team sagt:

Guten Tag Frau Grünig. Ein Versuch mit der Einstellung «Stern» bzw. Schneeflocke können Sie auf jeden Fall einige Tage ausprobieren. Diese bedeutet Frostschutz = die Heizkörper werden nicht warm, aber zugleich sind die Rohre und Heizkörper vor dem Einfrieren geschützt. Sollte dies nichts nützen, würde sich eine Überprüfung durch den/die Vermieter*in oder eine Fachperson anbieten. Vermutlich könnte im ganzen Gebäude viel Energie gespart werden. Beste Grüsse aus der powernewz-Redaktion

Valentin Schnider sagt:

guten tag, ich wohne in einem zweifamilienhaus 4.5 zwhg 1.og. der eigentümer wohnt im og, die danfoss fentile in meiner wohnung sind alle auf 25 grad eingestellt. mit erstaunen stellte ich fest, das der hauseigentümer die temperatur bei der heizung auf 22 grad eingestellt hat, somit haben die danfoss fentile keinen einfluss auf meine raumtemperaturen. deshalb habe ich in jedem raum hygrometer aufgestellt. es erstaunte mich jetzt das die raumtemperatur in den wohnräumen 20 grad und die luftfeuchtigkeit 68% beträgt. ich lüfte täglich durch stosslüften. das es momentan auch in der aussenluft in der jetztigen jahreszeit die luffeuchtigkeit auch etwa bei 60% und mehr ist, ist es eine frage der zeit bis in den wohnräumen schimmel endsteht. bitte teilen sie mir mit was ich dagegen tun kann.

powernewz-Team sagt:

Guten Tag Herr Schnider, wir fragen gerne bei unserer Energieberatung nach und melden uns wieder. Beste Grüsse, ewz

powernewz-Team sagt:

Grüezi Frau Schnider. Wenn die Heizung die Temperatur von selbst auf max. 22°C reguliert, ist die Heizung gut eingestellt. Eine gut eingestellte Heizung reguliert die Temperatur alleine und die Danfossventile sollten nur zum Einsatz kommen, um in den einzelnen Räumen noch leicht herunterzuregeln. Es ist aber sehr gut, dass Sie einen Hygrometer angeschafft haben. Bei der aktuellen Jahreszeit haben wir in der Aussenluft eine hohe Luftfeuchtigkeit, was normal ist. Momentan ist die Gefahr von Schimmelbefall aber noch nicht da, weil noch Tagestemperaturen von um die 20°C herrschen. Schimmelgefahr entsteht in den kommenden kalten Monaten, wenn die Aussenwände der Wohnung viel kälter als die Lufttemperatur im Zimmer sind. Wenn Sie dann nach wie vor 3x täglich stosslüften, sollte es keinen Schimmelbefall geben, da die kalte Luft nicht viel Feuchtigkeit tragen kann und durch den Luftaustausch die Feuchtigkeit aus der Wohnung kommt. Beste Grüsse von der ewz-Energieberatung

Renato Orengo sagt:

Ich bin zuständig für die Wartung der Heizung im alten Mietshaus, wenn es keinen Fachmann braucht. 4 Partien. Wie entlüftet man die Heizung (offenes System), wenn es keine Hähnchen an den einzelnen Radiatoren gibt?
Besten Dank.

powernewz-Team sagt:

Guten Tag Herr Orengo. Unsere ewz-Energieberater empfehlen hier, sich erstmalig von einer Heizungs-Fachperson instruieren zu lassen. Beste Grüsse und gutes Gelingen.

Gabriela Sykes sagt:

In unserer Mietwohnung (2 Zi, 70m2) befinden sich gerade mal 4 Heizkörper. Im Winter müssen diese voll offen sein, damit wir 20 Grad erreichen. Dies unter anderem weil a) unter der Wohnung der Keller und die Waschküche sind und die Decke nicht isoliert ist und b) die Wohnungstür sowie die Haustür grosse Ritzen aufweisen, wo es durchzieht. Die Vermieterin ist nicht motiviert, diesen Zustand zu verbessern, da die Heizkosten an die Mieterschaft abgewälzt werden kann. Was tun?

powernewz-Team sagt:

Guten Tag Gabriela. Besten Dank für diese Frage. Wir empfehlen Ihnen dringend, noch einmal – vielleicht gemeinsam in einem Brief, der von allen Mietparteien unterschrieben ist – auf den/die Gebäudeeigentümer*in zuzugehen. Die aktuelle Situation ist vielleicht ein Grund mehr, ins Handeln zu kommen. Hier eine konkrete Empfehlung: https://www.ewz.ch/de/geschaeftskunden/immobilien/fachinhalte/energetische-sanierung.html Beste Grüsse, ewz

Raphael sagt:

guten Tag,
Wie ist das mit der WW Bereitstellung? Macht es Sinn diese ebenfalls auf Anwesenheit zu programmieren? Oder ist das System zu träge und es braucht weniger Energie den Boiler einfach auf 50°C durchlaufen zulassen.
freundliche Grüsse

powernewz-Team sagt:

Hallo Raphael. Unsere ewz-Energieberater meinen: «Für eine gewisse Zeit ist es sicherlich besser, den Boiler weiterhin aufgeheizt zu halten. Ab wann sich ein Ausschalten lohnt, ist abhängig von der Gösse und der Dämmung des Boilers respektive wie viel Wärme jeden Tag verloren geht und wieder nachgeheizt werden muss. Mal ganz grob geschätzt kann es bei einem Boiler für 2 Personen ab einer Abwesenheitsdauer von einer Woche Sinn machen, auszuschalten.»

Jost Roland sagt:

Das ist alles sehr interessant, doch was kann ich machen, wenn in meiner Mietwohnung eine Bodenheizung installiert ist, die sehr träge reagiert?
Ich wäre Ihnen dankbar für ein paar gute Tipps.
Herzliche Grüsse

powernewz-Team sagt:

Guten Tag Herr Jost, wir klären Ihre Frage gerne mit unseren ewz-Kollegen ab.

powernewz-Team sagt:

Viele der Tipps gelten auch mit Bodenheizung. Wie Sie aber richtig geschrieben haben, reagiert die Bodenheizung bei der Temperaturregulierung träge. Für längere Abwesenheiten, zum Beispiel über das Wochenende oder während der Ferien, können Sie aber auch mit der Bodenheizung die Temperatur reduzieren. Wenn Sie dann am Sonntagabend zurückkommen, stellen Sie die Temperatur wieder höher ein, so dass Sie am nächsten Morgen wieder ihre Wohlfühltemperatur haben. Beste Grüsse, ewz-Energieberatungsteam