Wo Sie Elektronikschrott kostenlos entsorgen können

Ob Computer, Handy oder Kühlschrank – wenn elektrische Geräte kaputtgehen, kommt es auf die richtige Entsorgung an. Hier erfahren Sie, wo Sie Elektronikschrott kostenlos entsorgen können.
Tipps von powernewz, 31.03.2021

Hat ein Elektrogerät ausgedient, stellt sich die Frage: Wohin mit dem Elektroschrott? Denn eins ist sicher: Der alte Toaster oder das kaputte Handy gehören nicht in den Hausmüll oder in die Sperrgutsammlung.

Gerade Computer, Smartphones und Fernseher veralten aufgrund rasanter Entwicklung immer schneller, weshalb die Gebrauchsdauer kürzer wird. Das führt dazu, dass der Bedarf an metallischen Rohstoffen steigt und gleichzeitig immer mehr davon im Abfall landet.

Um den Kreislauf zu schliessen, ist es deshalb wichtig, defekten Elektroschrott richtig zu entsorgen. Auf diese Weise werden Ressourcen geschont, was uns der 2000-Watt-Gesellschaft ein Stück näherbringt.

Neben den wertvollen Rohstoffen stecken ausserdem oft gesundheitsschädliche Materialien wie Blei, Cadmium oder Quecksilber in elektrischen Geräten, die bei falscher Entsorgung schnell in die Umwelt gelangen.

Doch keine Sorge: Elektroschrott entsorgen ist weder aufwändig, noch kostet es etwas. Wir zeigen, wo Sie alte Geräte recyceln können.

Ein gedeckter Frühstückstisch mit einem Toaster, der nach seiner Lebensdauer als Elektronikschrott enden wird.

1. Elektronikschrott beim Verkäufer entsorgen

Wer in der Schweiz Elektronikgeräte kauft, zahlt automatisch eine inbegriffene Recyclinggebühr. Deshalb müssen Händler und Hersteller defekte Produkte zurücknehmen, sofern sie gleiche Produkte im Sortiment anbieten.

Das heisst, dass Sie elektronische Geräte einfach beim Elektro-Händler nebenan kostenlos abgeben können. Dafür müssen Sie weder eine Quittung besitzen noch ein neues Gerät bei diesem Händler kaufen. Klingt einfach – ist es auch.

Laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) zählen zu diesen Geräten (sofern sie elektrisch betrieben sind)

  • Unterhaltungselektronik,
  • Kühlgeräte,
  • Haushaltsgeräte,
  • Werkzeuge,
  • Spielzeug sowie Sport- und Freizeitgeräte,
  • Leuchten und Leuchtmittel und
  • Büro-, Kommunikations- und Informationstechnik.
Eine männliche Hand hebt ein kaputtes Handy vom Boden auf.

2. E-Waste bei der Post abgeben

Wer keinen Elektro-Händler um die Ecke hat, kann Elektronikschrott auch bei der nächsten Poststelle abgeben. Die Schweizerische Post arbeitet mit der Recycling-Firma «Brings!» zusammen, die Elektro-Altgeräte umweltgerecht entsorgt beziehungsweise zurück in den Kreislauf führt.

Hier können Sie nicht nur Unterhaltungselektronik wie TV-Geräte oder Smartphones fachgerecht entsorgen, sondern auch vom Bügeleisen über Lampen und andere Leuchtmittel bis zum alten Rasenmäher so ziemlich alles, was zuhause an Elektroschrott anfällt.

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3. Diese Rücknahmesysteme recyceln Ihren Elektroschrott

Neben den Verkaufsstellen und der Post gibt es in der Schweiz zwei Unternehmen, die E-Schrott kostenlos annehmen und recyceln: «Swico Recycling» und «Sens eRecycling».

Bei Swico können nicht nur Privatpersonen ihren Elektronikschrott zum Recycling geben, sondern auch Unternehmen und Hersteller. Als Privatperson können Sie einfach auf der Website nach Sammelstellen in Ihrer Umgebung suchen. Schweizweit bietet Swico rund 600 Rückgabestellen an.

Auch bei Sens werden Sie Ihren Elektroschrott an zahlreichen Sammelstellen in der gesamten Schweiz gebührenfrei los. Geben Sie einfach Ihre Postleitzahl auf der Website ein, um Rückgabeorte in Ihrer Nähe zu finden. Das Recycling-Unternehmen nimmt neben kleinen elektronischen Haushaltsgeräten auch Kühlgeräte, Waschmaschinen und Co. an. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen rund 48’800 Tonnen Eisen recycelt.

Elektronikschrott, der symbolisch in einem Mülleimer entsorgt wurde.

4. Erkundigen Sie sich bei der Gemeinde

Unabhängig von den schweizweiten Möglichkeiten, E-Schrott zu entsorgen, bieten Städte wie Zürich, Bern und weitere zusätzliche Wege, um alte Geräte loszuwerden. Erkundigen Sie sich einfach im Internet oder telefonisch bei Ihrer Gemeinde, wo Sie Elektronikschrott abgeben oder sogar abholen lassen können.

Bevor Sie Elektronik entsorgen …

… sollten Sie sicher sein, dass das Gerät wirklich irreparabel defekt ist. Gerade bei Smartphones ist es meist möglich, kaputte Akkus, Bildschirme oder andere Bauteile zu ersetzen. Manche Hersteller bieten die Reparatur gegen eine Gebühr an, Sie können mit Ihrem kaputten Gerät aber auch in ein Repair-Café gehen und es gemeinsam mit Profis reparieren. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern spart viele Ressourcen und ist deshalb die umweltfreundlichste Variante.

Wenn ein Gerät ausgedient hat, jedoch nicht defekt ist, und nur Gebrauchsspuren hat, können Sie es etwa bei Tutti oder Ricardo weiterverkaufen oder -verschenken. So schonen Sie die Umwelt, bereiten jemandem eine Freude und bekommen womöglich sogar Geld für Ihr Gerät.

Sie engagieren sich für eine nachhaltige Zukunft?

Das belohnt ewz gerne. Im Rahmen der 2000-Watt-Ziele der Stadt Zürich unterstützen wir Sie finanziell mit Förderbeiträgen. Auch Energiespartipps sind ein guter Weg, in kleinen Schritten einer nachhaltigen Zukunft näher zu kommen. 

Weitere Tipps sind in der Kommentarspalte sehr willkommen.

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