Die Arabische Oryx ist ein seltenes und bis heute gejagtes Tier, welches vor dem Aussterben bedroht ist. Sie beherrscht faszinierende Techniken, um in ihrem natürlichen Lebensraum, der Wüste, nicht zu überhitzen. Im Rahmen der Blogserie «Tiere und Energie» zeigen wir Ihnen auf, wie dieses spannende Tier so viel Energie sparen kann.

Arabische Oryx – Bild: Robert Zingg, Zoo Zürich

Die Arabische Oryx (Oryx leucoryx) gehört zur Familie der Antilopen. Nach 1972 waren alle wild lebenden Tiere ausgerottet. Sie wurden wegen ihres Leders, Fleischs und teilweise auch einfach aus Vergnügen erlegt. Im Rahmen internationaler Bemühungen startete man in den USA in den 60er-Jahren ein Erhaltungszucht-Programm. Von diesem Zuchtstock wurden Tiere nach Oman, Jordanien, Saudi-Arabien und an die Vereinigte Arabische Emirate für Auswilderungsprojekte abgegeben.

In Oman werden die Tiere immer noch illegal gejagt. Zudem reduzierte die Regierung die Grösse des Natur­schutz­gebiets um 90%. Deshalb strich die UNESCO das Schutzgebiet im Juni 2007 von der Liste des Welterbes.

Immer einen kühlen Kopf bewahren

Die Arabische Oryx ist perfekt für das Leben in trockenen Gebieten vorbereitet. Die helle Farbe des Fells reflektiert Sonnenstrahlen und schützt so vor der Hitze. Ohne Schaden zu nehmen, können die Tiere ihre Körpertemperatur bei grosser Hitze bis auf 42 Grad Celsius erhöhen und in kühlen Nächten auf bis 36 Grad absenken. Um den Flüssigkeitsverlust zu reduzieren, ist ihr Kot sehr trocken und der Harn sehr konzentriert. Wenn sich während der Wüstennächte Tau auf dem Fell der Tiere bildet, lecken sie das Wasser ab und gelangen so zu einem Teil des nötigen Trinkwassers. Ihr wärmeempfindliches Gehirn kühlen sie über den Blutkreislauf.

Die Energiesparerin lebt in Halbwüsten und Wüsten und ist tagaktiv. Die Tiere leben in Herden mit meistens ca. 10 anderen. Ihre Hauptnahrung besteht aus Gräsern, Kräutern und Bodenfrüchten.

Der Zoo Zürich erhielt 1979 als einer der ersten Zoos weltweit aus dem Zuchtstock in den USA sechs Tiere, welche die Basis einer erfolgreichen Zucht bilden. Heutzutage wird der weltweite Bestand auf über 8‘000 Tiere geschätzt. Davon leben 7‘000 Tiere  in Zoos und grossen Freigehegen im arabischen Raum. Dieser Artenschutzerfolg ist einigen weitsichtigen Zoodirektoren zu verdanken.

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Quellen: Wikipedia / Zoo Zürich