Erkan Aki über seine Stimme, Solarstrom und Fussball.

Herr Aki, Ihre Stimme setzt gewaltige Energien frei. Woraus schöpfen Sie persönlich? Vor einem Auftritt, aber auch privat.

Auf der Bühne, aber auch im privaten Leben muss man etwas für seine Fitness tun. Ich selbst treibe sehr viel Sport. Fast jeden Tag gehe ich joggen und spiele, sofern es die Zeit erlaubt, Fussball. Meine Energie schöpfe ich also vor allem aus dem Sport: Das hält mich fit und auch ein wenig jung.

Portrait Erkan AkiErkan Aki: "Ich finde Energieformen sympathisch, die der Umwelt nicht schaden."

Zum Thema Sport: Sie waren als Promi-Kicker dabei bei „Der Match" von SF2. Ausserdem wurden Sie als Fussball-Experte ins „Talk Täglich" von Tele Züri eingeladen. Welchen Stellenwert hat Fussball in Ihrem Leben?

Schon während meiner Kindheit stand Fussball immer im Zentrum. Mein Traum war es klar, Fussballprofi zu werden. Erst nachher kam dann die Musik. Ich finde die Sportart faszinierend. An der diesjährigen Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz konnte man gut beobachten, wie sich auch Menschen, welche wenig mit Fussball am Hut haben, für das Ereignis begeistern konnten.

Auf Ihrem im Januar 2008 erschienenen Album „In Love for Europe" singen Sie in sechs Sprachen. Wie kam es dazu?

Ich habe auf allen meinen Alben in verschiedenen Sprachen gesungen. Das gehört für mich einfach dazu. Dass ich bei «In Love for Europe» gerade in sechs verschiedenen Sprachen singe, ist auch für mich speziell. Für mich ist es im Album vor allem auch Ausdruck eines multikulturellen Europas.

„Live at Sunset" wird mit Solarstrom betrieben vom ewz. Wie stehen Sie zum Einsatz von nachhaltigen Energien. Welche Bedeutung haben diese auf Sie?

Berücksichtigt man den Umstand, dass der Erdölvorrat stetig schrumpft - egal ob es nun 30, 50 oder 100 Jahre geht, bis dieser völlig ausgeschöpft ist - dann muss man sich darüber Gedanken machen. Ich bin überzeugt, dass man in nachhaltige Energien investieren muss.

Im November 2008 stimmt die Stadt Zürich ab, ob sie auf neue Beteiligungen an Atomkraftwerken verzichten möchte. Wie stimmen Sie?

Ich werde für einen Verzicht stimmen. Wenn man die Auswahl zwischen Alternativen hat, so sollte man davon auch Gebrauch machen.

ewz-Kunden können aus zahlreichen Strom-Erzeugnissen (Wasser, Wind, Solar, Kernkraft, Biomasse) wählen. Welche Energieform finden Sie am sympathischsten, Herr Aki?

Ich finde Energieformen sympathisch, die der Umwelt nicht schaden. Klar müssen sie auch effizient sein. Und doch haben wir Bedürfnisse und Ansprüche. Müssen wir bei einem Verzicht auf Kernenergie Abstriche machen, dann sollten wir diesen Kompromiss auch eingehen. Unsere Umwelt ist wichtiger als die individuellen Bedürfnisse eines Menschen!

Sie sind in Neftenbach bei Winterthur aufgewachsen und wohnen seit einigen Jahren in Zürich. Gibt es Unterschiede zwischen Land- und Stadtleben?

Das Leben auf dem Land ist ruhiger. In der Stadt spürt man das Pulsierende, ist immer in Bewegung, trifft viele verschiedene Menschen. Mir gefällt das Leben im Herzen von Zürich. Klar habe ich es als Kind genossen, auf dem Land aufzuwachsen. Wer weiss, vielleicht zieht es mich in zehn Jahren wieder aufs Land.

Bei Sonnenuntergang auf der Dolder Eisbahn in Zürich, zusammen mit Ruben Drole und der Württembergischen Philharmonie zu singen - das dürfte nicht nur für das Publikum ein unvergessliches Erlebnis werden, oder?

Auf jeden Fall. Ruben und ich freuen uns, am «Live at Sunset» aufzutreten. Ich hoffe auf einen fantastischen Abend, bei dem das Publikum genauso Freude hat, wie wir Künstler.

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