Interview

Grüne Ferien.


Schnorchelferien in Ägypten, ein Roadtrip durch Europa, Abenteuerferien in Afrika - wen packt die Reiselust da nicht? Doch so schön das Reisen auch ist, die ökologischen Auswirkungen sind beachtlich. Roland Schmid, Umweltbeauftragter von TUI Suisse, weiss, wie man mit gutem Gewissen verreisen kann.

Die ökologischen Auswirkungen werden beim Reisen oft vernachlässigt.

Wer mit dem Zug von Zürich nach Barcelona reist, stösst 27 Kilogramm CO2 aus und benötigt 24 Stunden. Beim Flugzeug inklusive Autotransfer sind es satte 188 Kilogramm CO2. Roland Schmid, Umweltbeauftragter von TUI Suisse, bestätigt: «Vor allem die Anreise, wenn sie mit dem Flugzeug durchgeführt wird, hat die grösste Auswirkung auf das Klima.» Ein weiterer wichtiger Faktor sei das Hotel. Es gibt jedoch umweltfreundlich geführte Hotels, die sparsam mit Wasser umgehen, Brauchwasser aufbereiten und saisonales und regionales Essen bereitstellen.

Dass der Begriff «Ökologisches Reisen» eigentlich ein Widerspruch ist, dementiert Schmid: «Der Tourismus ist die grösste Naturschutzorganisation der Welt. Durch die touristische Nutzung ist ein grossflächiger Natur- und Tierschutz überhaupt finanzierbar.» Natürlich müssten die Reisen dementsprechend gestaltet sein, um die vorhandenen negativen Auswirkungen zu minimieren.

Das ökologische Reisen beginnt bereits beim Verhalten jedes Einzelnen. Schon bei der Reiseplanung kann mit der Wahl eines nahen Reiseziels und des Verkehrsmittels ein grosser Beitrag geleistet werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Ferienaktivitäten und das Verhalten generell.  «Fahrrad- statt Motorradfahren, mit Wasser sparsam umgehen, Handtücher mehrmals verwenden - bereits diese kleinen Gesten tragen schon viel zur Nachhaltigkeit bei», so der Umweltexperte. Der Wasserverbrauch hat wirklich einen grossen Einfluss auf die Umwelt. Auf vielen Inseln muss das Wasser nämlich entsalzt oder sogar von ausserhalb hintransportiert werden. Mit einem sinnvollen Verhalten kann also bereits viel zur Nachhaltigkeit beigetragen werden. Zusätzlich könne man laut Schmid mit dem Kauf und Verzehr von regionalen Speisen sowie der Unterstützung der lokalen Wirtschaft und Händlern ein gutes Zeichen setzen.

Erfahren Sie mehr über ökologische Ferienreisen im Interview mit Roland Schmid, dem Umweltbeauftragten von TUI Suisse.

Weiter zum Interview mit Roland Schmid.
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