Reportage

Eine Wohngemeinschaft voller Energie.

Viele würden wohl gerne, wissen aber nicht so richtig wie: Energie sparen in den eigenen vier Wänden. Zwei, die genau wissen, wie es geht, sind Elisabeth Papazoglou und Helena Knowles. Denn Energie sparen gelingt der Zürcher Studentinnen-WG im wahrsten Sinne des Wortes «ausgezeichnet».

Für die beiden Studentinnen Elisabeth Papazoglou (oben) und Helena Knowles ist der bewusste Umgang mit Energie eine Selbst-verständlichkeit.

Energieeffizienz. Energiemanagement. Energiesparpotenzial. Moderne Schlagworte, die in den Köpfen vieler Schweizer Mieterinnen und Mietern meist schwer lasten - und lediglich als Floskeln zurück bleiben. Das muss nicht so sein. Denn der bewusste und sparsame Umgang mit Energie in der eigenen Wohnung geht eigentlich ganz leicht. Das beweisen zwei ETH-Studentinnen mit ihrer WG: Diese wurde nämlich mit dem «Energie-WG»-Label ausgezeichnet.

Energiesparen lohnt sich: die Wohn- gemeinschaft von Helena Knowles (rechts) und Elisabeth Papazoglou wurde mit dem «EnergieWG»-
Label ausgezeichnet.

Zur «ausgezeichneten» Energie-WG wurden Elisabeth Papazoglou und Helena Knowles, weil sie sich im vergangenen Jahr gemeinsam für das Label beworben haben. Hierfür mussten die beiden einen Fragebogen zum Energieverbrauch in ihrem Haushalt ausfüllen. Und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: «Wir erreichten 86 von möglichen 100 Punkten», freut sich die 22-jährige Papazoglou. Mit dem «Energie-WG»-Label zertifiziert werden alle teilnehmenden energieeffizienten Haushalte, die bei dem Fragebogen die Mindestpunktzahl von 67 erreichen. Für das Label bewerben können sich sowohl studentische Wohngemeinschaften als auch alle übrigen Miet-Haushalte.
 
Lanciert wurde das «Energie-WG»-Label von Project 21 - einer studentischen Organisation für nachhaltige Entwicklung an der ETH und Universität Zürich. Seit Beginn unterstützt und gefördert wird das Projekt von ewz.

Spart Energie und geht doppelt so schnell: Das Wasser wird in der Energie-WG konsequent mit dem Wasserkocher erhitzt.


Der Decke entlang des Eck-Korridors hangelt sich ein bunter Papierdrache - vorbei an einer Wand mit einer noch bunteren Weltkarte in Übergrösse und hinweg über zwei grüne Teppiche auf weissen Fliesen - direkt bis zum gemeinsamen Aufenthaltsraum. In demselben an einem kleinen quadratischen Holztisch sitzen die zertifizierten WG-Bewohnerinnen Helena und Elisabeth. Ein anstrengender Tag ihres Studenten-Daseins geht zu Ende. Beide schlürfen Tee. Erhitzt wurde dieser selbstverständlich mit einem Wasserkocher.  Elisabeth: «Ein Wasserkocher braucht nur halb so viel Energie, wie wenn ich das Wasser in einer Pfanne erwärmt hätte». «Und der Kocher ist erst noch doppelt so schnell», ergänzt die 23-jährige Physik-Studentin Helena.
 
Die beiden gebürtigen Baslerinnen kochen abends meistens gemeinsam. Auch hier wird schnell klar: Das Wasser für den bei beiden so beliebten Couscous wird im Kocher erhitzt und auch das Wasser für Nudeln wärmen sie im Kocher vor.

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